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Große Veränderungen bei RedHat

Die ML11 GmbH aus Österreich bringt umfassendes RedHat Knowhow in die Medialine Gruppe. Wir beleuchten für Sie das Unternehmen RedHat, seine Produkte und die Möglichkeiten die sich durch die Übernahmen im verganagenen Jahr ergeben.

 

Am 28.11.2018 wurde es offiziell. Der US-amerikanische Softwarehersteller RedHat übernimmt mit dem israelischen Start-Up Noobaa einen aufstrebenden Hybrid-Cloud-Data-Management Provider. Diese Übernahme ist Teil einer großen Veränderung in der Struktur von RedHat. Erst im Oktober wurde bekannt, dass RedHat seinerseits in einem Megadeal von IBM übernommen wird. Die Übernahme soll im zweiten Halbjahr 2019 vollzogen werden. Für dieses Deal greift IBM tief in die Tasche. Mit 34 Mrd. US-$ stellt die Übernahme von RedHat die größte Übernahme der nun schon 107-jährigen Unternehmensgeschichte von IBM dar. In diesem Artikel werfen wir einmal einen Blick auf das Unternehmen RedHat und auf die Möglichkeiten, die sich durch die neusten Deals ergeben.

 

RedHat wurde 1993 von Marc Ewing gegründet und beschäftigt im Jahr 2018 weltweit über 12.000 Mitarbeiter. Aktuell leitet Jim Whitehurst, ehemaliger COO der amerikanisches Fluggesellschaft Delta Airlines, als CEO die Geschicke des Unternehmens. Der Softwarehersteller mit Sitz in Raleigh, North Carolina ist führender Anbieter von Open Source Produkten für Enterprise.

 

Die Produktpalette reicht vom hauseigenen Branchenprimus Red Hat Enterprise Linux (RHEL), KVM basierenden Virtualisierungslösungen (RHV), Middleware sowie Automatisierungswerkzeugen, zur Orchestrierung und allgemeinen Konfiguration von Computern (Ansible Tower). Ein weiterer Schwerpunkt liegt in hochskalierbaren Datei- und Objektbasierenden Storagelösungen (GlusterFS bzw. Ceph), welche eine ernstzunehmende Alternative zu proprietären Storagesystemen namhafter Hardwareherstellern darstellt. Der Kunde ist hier aufgrund von Software Defined Storage nicht mehr an proprietäre Hardware gebunden, sondern kann beliebige Intel basierende Server unterschiedlicher Hersteller verwenden. Dies bringe ein Maximum an Unabhängigkeit und Flexibilität. RedHats Portfolio bietet also eine große Dichte an hochmodernen und zukunftsfähigen Produkten und Lösungen.

 

Durch die Übernahme von Noobaa kann dieses sogar noch erweitert werden. Noobaa ist spezialisiert darauf Unternehmen mit Multi-Clouds dabei zu unterstützen, ihre Daten zu verwalten. Unternehmen können über eine einzige API auf ihre verschiedenen Datenquellen zuzugreifen. Dadurch wird ermöglicht Datenspeicher über Private- und Public-Clouds hinweg zu verwalten, bereitzustellen und zu migrieren. Mit diesem Konzept unterstützt Noobaa unter anderem große Player wie Alibaba, AWS, Azure und Google Cloud. Mit seinem Portfolio ergänzt das israelische Unternehmen das RedHat-Portfolio gezielt. RedHat bietet aktuell schon eigene Lösungen zu Cloud-Computing (Openstack) und zur Containisierung (Openshift), mit dem Team um CTO Guy Margalit und CEO Yuval Dimnik holt sich das Unternehmen aber riesiges Knowhow, sowie wirkliche Spezialisten des Themas ins Boot und stellt sich so für die Zukunft gezielt auf. Containermanagement ist ein Thema, welches aktuell immer mehr Aufmerksamkeit generiert und als Lösung der Zukunft gehandelt wird. Daher ist zu erwarten, dass RedHat mit der Übernahme eine strategisch gute Entscheidung für die Zukunft getroffen hat. „Wir freuen uns sehr, ein neunköpfiges technisches Team in der Red Hat-Familie begrüßen zu dürfen, während wir gemeinsam daran arbeiten, RedHat als einen führenden Anbieter von offenen hybriden Cloud-Technologien weiter zu festigen“, freut sich Ranga Rngachari, Vizepräsident und General Manaer für Storage und hyperkonvergente Infrastruktur über die Fusion der beiden Organisationen.

 

Einen guten Deal für die Zukunft abgeschlossen zu haben hofft man auch bei IBM. „Diese Akquisition machen wir für das Wachstum“, gab IBM-Chefin Ginni Rometty zu Protokoll. Während das Wachstum von IBM in letzter Zeit eher stagnierte verspricht RedHat tatsächlich Wachstum. Im letzten Quartal konnte das Unternehmen mit dem roten Hut seinen Umsatz um knapp 14% auf 823 Mio US-$ steigern. Zentral für die Übernahme ist das Cloud-Geschäft: Dieses soll RedHat ab 2019 als eigenständige Einheit des IBM-Konzerns übernehmen. Die Übernahme ist jedoch nicht unumstritten. Unumstritten ist das technische Knowhow, welches RedHat in den IBM-Konzern einbringen kann. Nach der Ankündigung der Übernahme fiel der Aktienwert von IBM jedoch auf ein Zweijahrestief, da nicht alle Investoren von der Entscheidung überzeugt sind, die Rekordsumme von 34 Mrd. US-$ für ein Unternehmen zu überweisen welches 2017 lediglich 2,9 Mrd. US-$ Umsatz und 540 Mio. US-$ Gewinn generierte.

 

Auch in der Szene sind die Rückmeldungen gemischt. IBM erhofft sich durch den Deal jedoch eine Verjüngung und hofft auf die Fortsetzung des Trends, der seit vielen Jahren stark wachsenden Open-Source-Firma. Zusammen will man die Marktführung in Sachen Hybrid Clouds übernehmen. In dieses Bild und zu diesem Ziel passt wiederum die Übernahme von Noobaa. IBM und RedHat arbeiten also jetzt schon fleißig daran alle Kritiker etwas Besseren zu belehren. IBM und RedHat haben sich mit dieser Fusion für die Zukunft neu aufgestellt. Es wird spannend sein die Entwicklungen der nächsten Jahre zu beobachten.

 

Interessieren Sie sich für RedHat-Lösungen oder würden sich gerne über Einsatzszenarien in Ihrem Unternehmen austauschen? Wir vernetzen Sie gerne mit den passenden Experten für Ihre individuelle Beratung!

Über Medialine AG

Als Full-Service IT&C-Systemhaus steht die Medialine AG für maßgeschneiderte Lösungen für den Mittelstand. Seit über 15 Jahren verlassen sich Kunden auf Expertise und Know-how in den Bereichen IT&C Infrastructure, Managed & Cloud Services sowie Business Solutions. Heute betreut die Medialine AG hunderte mittelständische und große Unternehmen mit Premium IT-Services. Durch die bundesweite Ausrichtung profitieren die Kunden von einem engen Netz von Vertriebs- und Technikressourcen, mit der eine optimale Servicebetreuung vor Ort ermöglicht wird.

Kontakt:

Saskia Brose

Marketing/PR

Mail: saskia.brose@medialine.ag

Tel: +49 6751 – 85378-0

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